Das Projekt LICHT nebenan wird von Mihailo Kotarac entwickelt und moderiert. Es entsteht als Ableger der Dissertation an der Philosophisch-Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg, im Fachbereich Kommunikationswissenschaft.
Zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit
Die wissenschaftliche Arbeit untersucht, wie Zen-Buddhismus heute kommuniziert und im Alltag integriert wird – im Spannungsfeld zwischen Tradition, Gegenwart und digitaler Medien. Im Zentrum steht Kommunikation, Bedeutungszuschreibungen, Rituale sowie Wege (nicht-)spiritueller Orientierung.
Der Fokus liegt auf der kommunikativen Praxis:
Wie sprechen Menschen über ihre Zen-Erfahrungen? Wie teilen und reflektieren sie diese im sozialen Umfeld? Welche Rolle spielen Sprache, Symbolik, Rituale und alltägliche Handlungen? Und wie wandeln, erneuern oder transformieren sich diese Kommunikationsformen im Kontext gesellschaftlicher und medialer Veränderungen?
Aus kommunikationswissenschaftlicher Perspektive interessiert insbesondere:
Wie verändert sich Zen durch mediale Vermittlung – und wie prägt Zen umgekehrt mediale Formen? Wie wird Zen digital inszeniert? Welche Bedeutung haben Formate und Kanäle wie Podcasts, YouTube-Videos, Online-Dojos oder soziale Netzwerke?
Zugleich bleibt der Kern des Interesses phänomenologisch ausgerichtet:
Wie erleben Menschen ihre Zen-Praxis? Welche Bedeutungen schreiben sie ihr zu? Wie integrieren sie Zen in Familie, Beruf und Beziehungen?
LICHT nebenan erweitert diesen wissenschaftlichen Raum um Stimmen, die in der öffentlichen Wahrnehmung oft leise bleiben. Das Projekt möchte sichtbar machen, wie lebendig, vielfältig und wandelbar Zen im Alltag ist. Es schafft Resonanz zwischen Forschung und Erfahrung und öffnet einen Raum für erzählte Praxis.
